Myrtle Lodge
Dunganstown, Co.
Wicklow Irland

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Shagya-Araber nehmen in der Araberzucht eine Sonderstellung ein.

Sie verdanken ihre Existenz dem österreichisch/ungarischen Kaiserhof. Dort wollte man vor etwa 160 Jahren für die Offiziere und den Hof ein edles Reit- und Kutschpferd. Man importierte zu diesem Zweck Araber-Hengste und kreuzte diese mit ausgewählten, ungarischen Warmblutstuten. Die weitere Zucht erfolgte dann jedoch ausschließlich mit rein arabischem Blut. Das Ziel war die Zucht leistungsfähiger, harter, ausdauernder Sportpferde mit Ausstrahlung und noblem Charakter.

Der prägende Hengst hieß Shagya. Er war ein besonders rahmiger Araber und wie 80% aller Araberpferde ein Schimmel.

Diese einmalige Einkreuzung von Warmblut hatte zur Folge, dass ein größerer Arabertyp entstand mit mehr Kaliber und mehr Reitpoints. Das Stockmass der Stuten liegt bei 1.55-1.58m und das der Hengste bei 1.60-1.63m (der ägyptische Araber hat ein Stockmass von 1.55-1.55m). Shagyas sind also (fast) reinblütige Araber mit Reit- und Sportpferdeeigenschaften. Das Stutbuch der Shagyarasse ist fast so alt, wie das des englischen Vollbluts und damit älter als das alles Warmblutrassen.

Shagya-Araberblut finden wir heute im Pedigree vieler Topsportpferde. Das Superpferd Calvaro und der Ausnahmehengst Milton sind hier nur beispielhaft zu nennen!

Die Shagya-Araberzucht ist aufgrund der Lage des Heimatgestütes Babolna in Ungarn im Westen ein wenig in Vergessenheit geraten. Inzwischen gibt es jedoch weltweit wieder etwa 4000 Zuchtstuten. Es handelt sich also nach wie vor um eine zahlenmäßig kleine, elitäre Rasse, die jedoch über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Sie verdient unser Interesse und unsere Zuneigung! Denn Sie hat viel zu bieten. Moderne Shagyas sind sehr vielseitig und sie sind u.a. ein ideales Familienpferd.